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Mythos goldener Schnitt

Trugbild oder Stein der Weisen:
Gibt es das universell perfekte Verhältnis für die Gestaltung von Webseiten-Content wirklich?

Seit Menschengedenken strebt der Mensch nach einer bestimmten Harmonie der Elemente, welche sich gerade in der menschlichen Kreativität vor allem in der Erschaffung möglichst vollkommener Symmetrie in Formen und Farben äußert. Doch wer nun Kunsthandwerker, Maler, Mathematiker und Philosophen in Verdacht hat, unterschlägt die Stärke dieses Bedürfnisses innerhalb der weniger offensichtlichen Bereichen, doch suchen Menschen allerorts nach allgemein gültigen Regeln, Formeln und Gesetzmäßigkeiten, welche zum Erreichen dieser Perfektion verhelfen sollen.

Daher verwundert es nicht, das auch in der Branche des Content Management nicht selten die Frage nach dem voll-kommenen Verhältnis zur Anwendung auf die Verhältnismäßigkeiten, welche zwischen unterschiedlichen Gestaltungs- und Inhaltlichen Elementen allgemeine Gültigkeit besitzt, dem „goldenen Schnitt“ des Content Design. Ein Konzept, dessen Form der Ausgestaltung das Ergebnis hätte, sowohl die Anforderung technischer Suchmaschinenoptimierung zu erfüllen als auch das gleich hohe Potential besäße, ansprechend und attraktiv zu wirken und die erwünschten Mecha-nismen der Verankerung und Konversion aus den Strömen des Traffics aus den Suchergebnisseiten Googles zu bedie-nen, in einer Form, welche durch ihre erdachte Perfektion jeden beliebigen Menschen gewinnen könnte, ungeachtet von Herkunft und Sozialisierung und vieler weiterer Faktoren. Kann eine solche Formel existieren und der intellektuellen Feuerprobe bestehen?

Ist diese Formel existent, ja geschweige denn realistisch? Gibt es das perfekte Design für Webseiten-Inhalte und würde es zum heiligen Gral der SEO-Branche gereichen, in seiner natürlichen Perfektion geeignet sein, jede nur Denkbare Webseite aus dem Stegreif zu einem Top-Ranking zu verhelfen? Dieser Frage gehen wir im folgenden Artikel auf den Grund, beginnend mit der begrifflichen Erörterung und Herkunft des Gedanken einer messbaren, jederzeit replizierbaren Perfektion, welche man im Online-Marketing, vom Suchmaschinenoptimierer bis zum SEM sicherlich gern für sich nutzen würde. Was ist „der goldene Schnitt“?

Proportio divina - Eine mathematische Formel definiert die Perfektion der Teilung

Um diese Frage befriedigend beantworten zu können, bedarf es einem gedanklichen Schritt abseits der eigentlichen Thematik, um zunächst die Idee des „goldenen Schnitts“ zu erklären und eine Definition als Grundlage für die Erklä-rung zu bestimmen:

Der „goldene Schnitt“ ist zunächst eine mathematische Formel, deren Nennwert sich aus der Symmetrie und der beste-henden Verhältnismäßigkeiten im Verhältnis zueinander ergibt und als „a:b = (a+b) : a“ beschrieben wird. Der Ästheti-sche Gedanke dahinter, welcher ein bestimmtes Zusammenkommen idealer Verhältnismäßigkeiten zwischen allen beteiligten Faktoren beschreibt, könnte - Rein theoretisch betrachtet - auch bei der Bestimmung von Anteilen bei der Einstreuung der verschiedenen Content-Typen Geltung haben, um aus der Summe einer solchen Formel einen Inhalt zu schaffen, welcher von jedem Menschen als vollkommen wahrgenommen würde und der sich auch die Maschine beugen müsste ob der optimalen Konstellation von Inhalt, Anordnung und technischer Umsetzung: Dem Traum jedes Suchmaschinenoptimierers.

Die vollkommenen Proportionen des Content Design - Faktoren: Mensch Mathematik und Maschine

Was jedoch in der Mathematik durch Formeln und Algorithmen gut darzustellen ist und auch innerhalb theoretischer Gedankenmodelle sinnvoll und gültig erscheint, scheitert in der Umsetzung per se an einem Umstand, welche in den Bereichen, in denen die Formel des „goldenen Schnittes“ Anwendung und Gültigkeit finden, klar definiert ist: Die Kenntnis über die Anzahl aller zu berücksichtigenden und einfluss nehmenden Faktoren in Erwartung, Wahrnehmung, und Empfindung. Diese Konstante ist für die Formulierung einer allgemeingültigen Gesetzmäßigkeit im Prozess der Konzeption des intelligenten Content Design schlichtweg nicht gegeben, denn jedes menschliche Individuum ist das Produkt einer unbekannten Anzahl von Faktoren, begonnen in den Genen, der Entwicklung, seiner Sozialisierung, der Bildung, seiner kulturellen Ideale und nicht zuletzt seines freien Willens - Unendlich viele Möglichkeiten schaffen un-endlich viele Ergebnisse!

Denn: Um eine solche, allgemeingültige Formel ersinnen zu können, sie erfolgreich zu validieren und schlussendlich zur Anwendung zu bringen, bedürfte der Definition charakterlichen Prototypen, einer Blaupause für ein Wesen, welches in seinem Handeln, Denken und Empfinden von einer persistenten, festgelegten Gesamtsumme an Eigenschaften umris-sen wäre und in vollkommener Homogenität zur Gesamtheit aller anderen Wesen seiner Art stünde - wodurch es den Status des Individuum, dem unteilbaren Ganzen nie erlangen würde und viel mehr ein „Dividuum“, dem Teilbaren werden, dessen Fähigkeit zur Bildung eines Bewusstseins schon in Frage stünde, in Ermangelung der Fähigkeit zur willentliche Entscheidung, der Reflexion erlebter Erfahrungen und äußerlicher Einflüsse zugrunde Veränderungen zu erfahren. Dieses „Dividuum“ würde, bestimmt durch seine statischen Muster stets integer und auf rationale Weise, innerhalb von bestimmten Verhaltensmustern handeln, geborgen in einem Schwarm gleichförmiger Existenzen gleicher Art

Es wird schnell ersichtlich: Schon hier, bei der rein theoretischen Erörterung durch wechselnde Betrachtungswinkel wird ersichtlich, weshalb das Modell einer universell anzuwendenden Formel schon alleine Aufgrund der schieren An-zahl möglicher Variablen zum scheitern verurteilt ist, und dennoch selbst in letzter Betrachtung den wohl schwerwie-gendsten Faktor außer acht lässt: Der Fähigkeit des Menschen, irrational zu handeln.