Unique Content

Individuelle Texte für Ihre Webprojekte

Das perfekte Verhältnis

Nach einem langen Gedankenspiel, wie sich die perfekte Gestaltung von Inhalten im Internet realisieren ließe, sind wir mit den letzten Absätzen der ersten Seite unweigerlich der Erkenntnis entgegen geschlittert, dass es sich bei dem in der Gestaltung und Kunst durchaus vorhandenen „goldenen Schnitt“ um eine Unmöglichkeit handelt, welche nicht auf die Konzeption und Gestaltung von Webcontent angewandt werden kann. Wieso dem so ist und wieso das „Menschsein“ diese Utopie verhindert, wollen wir auf dieser zweiten Seite erläutern!

Dabei führen wir die Einsicht, welche die erste Seite abschloss weiter aus, nämlich die Fähigkeit des Menschen unter gleichen Bedingungen unterschiedliche, ja sogar auch irrationale Entscheidungen zu treffen und in der Lage ist, vorge-gebene Bahnen eigenständig zu verlassen, beeinflußt von diversen genetischen Faktoren bis hin zur Sozialisierung und prägenden Ereignissen, einer Unzahl an Faktoren, welche wir im folgenden in den Kontext einer endlichen, weil defi-nierten mathematischen Formel stellen, welche eine ganze Branche, das Suchmaschinenmarketing, seit den frühen 2000ern auf Trab hält und damit die zu Anfangs vorgestellte Theorie vollends widerlegt.

Die Irratio ist der Ratio ihr Tod - Der „goldene Schnitt“ scheitert am Menschen selbst

Alleine die Fähigkeit zur irrationalen Handlung und Empfindung ist es, welche die hehre Idee fragwürdig erscheinen lässt, einen Weg zu ergründen, der ermöglichte jeden Menschen gleichsam erfolgreich durch die Anwendung einer Re-gelmäßigkeit in ihrer Erscheinungsform und Inhalt für sich zu gewinnen. Schon das Beispiel einer der am höchsten entwickelten Werke, welche je durch Menschenhand programmiert wurden, erweist die mangelnde Erfassungsgabe des Menschen als Fehlerquelle ebenso wie schon die unermesslichen Faktoren, welche beim klassischen Ranking einer Webseite in das Ergebnis einfließen.

Denn schon bei der Ergründung der Algorithmen, welche dafür Verantwortlich sind, die Suchmaschine Google zu be-treiben und durch ihre Maßgaben aus den zugetragenen Informationen ihrer Webcrawler das Ranking einer Webseite zu errechnen kann bis dato nur ersonnen werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden weniger logisch und in Formeln gebunden ermittelt, als durch unablässige „Trial-and-Error“-Methoden nachgewiesen. Das alles jedoch, ohne tatsächliche Klarheit über die zum Beobachtungsergebnis führenden Faktoren zu haben und lediglich durch vage Be-kanntgaben zur Funktionsweise der Suchmaschine ergänzt werden.

Merke: Dabei ist lediglich von einem mathematischen Algorithmus die Rede, welcher mit einer begrenzten Menge Faktoren arbeitet. Und selbst diese, zwar begrenzte, jedoch unermessliche und unbekannte Anzahl an Faktoren hat die Komplexität einer Milchmädchenrechnung, wenn man sie mit der nicht zu bezifferbaren Anzahl an Modifikatoren, welche das „Individuum“ als unteilbares Ganzes definiert, vergleichen wollte. Das ist nicht schlecht, denn die kulturelle und intellektuelle Vielfalt, ebenso wie die Kreative, sind das Zeugnis dieser Unteilbarkeit im Einzelnen, und dem nur leidlich zu realisierenden Zusammenkommen beim kleinsten gemeinsamen Nenner einer Zielgruppe.

Ähnlich, aber nicht dasselbe: Beliebigkeit als Konzept für „Jedermann“-Content, einmal auf die Praxis angewandt

Ein artverwandter Zustand, der sich zwar gewissermaßen Erreichen ließe, in dem er in seinem Design den kleinsten Gemeinsamen Nenner der altersrelevanten Zielgruppen findet und umsetzt. Jedem derartigen Inhaltskonzept jedoch würde die Schärfe und Abgrenzung mangeln, welche den Menschen als Seitenbesucher erst binden würde, in dem sein persönliches Profil mit dem gebotenen Übereinstimmt und somit zwar auf einer Ebene einen Großteil potentiell Anspre-chen könnte, während im reellen Marketing-Business die möglichst präzise Kundenansprache und ihrer charakterlichen Eigenschaften mittels grafischem Webdesign und konsumierbaren Inhalten zu als heiliger Gral des erfolgreichen Online Marketings gilt.

Und auch objektiv betrachtet führte eine solche Inhaltspolitik und Präsentation eher zu einem beliebigen, unscharf erscheinenden und thematisch kaum einzuordnenden Endprodukt, dessen kommerzieller Erfolg bezweifelt werden darf: Eben durch jene vorgenannten Faktoren wie der dafür notwendigen, massiven Fragmentation innerhalb des präsentierten Content und der damit einher gehenden mangelnden inhaltlichen Präzision und Tiefe, verliefe sich das Publikum eines solches Unterfangen schnell in alle Himmelsrichtungen, da der Moment der Verankerung und Bindung niemals konkret eintreten könnte.

Erst diversifizierter Webcontent spricht an - Erfolgreiche Konversion durch Identifikation mit den konsumierten Medien

Dies liegt darin begründet, das sich durch die beschriebenen Eigenschaften im Content einer Webseite der, zum Locken, der Bindung und der schlussendlichen Konversion essentiell notwendige Prozess der Identifikation des Seitenbesucher mit einer solchen Webseite und ihren Inhalten niemals die Ebene des trivialen Durchdringen könnte und sich vor allem durch seine hohe Anzahl an Absprüngen und eine besonders geringe Click-Through-Rate auszeichnete. Die Selbstdiskrimierung des Menschen ist ein Ergebnis seiner Vielfältigkeit, beinahe perfekt in Worte gefasst durch den Smartphone-Trendsetter Apple, dessen Slogan in den frühen, prägenden Jahren des Internets aufforderte: „Think diffe-rent.“. Und sich damit den Wunsch nach dem „Anderssein“ und der Individualität des Einzelnen erfolgreich bedient hatte, in dem es einen prestigeträchtigen Charme von höchster Güte und Exklusivität erzeugte.

Denn die gleichen Mechanismen sind es auch, die im Endeffekt bei jeder Webseite zum greifen kommen. Ob Nerd, Geek, Akademiker, Arbeiter oder Kaufmann: Sie alle suchen Medien, welche ihren Denkmustern nach innen und durch das Webdesign in ihrer Wirkung nach außen, entsprechen. Und da sich der Mensch als Rudeltier am wohlsten fühlt, wenn er sich „unter Gleichen“ wähnt, folgt eine Aggregation von Interessengruppen, welche eine große Schnittmenge in ihrer Weltanschauung und persönlicher Interessensphäre aufweisen.